Brombachsee Übersicht

Brombachsee Triathlon – Zweite Runde

veröffentlicht

in ,

Die Spuren des Hitzesommers

Der Brombachsee zeigte sich in diesem Jahr mit leicht veränderten Bedingungen. Der Pegelstand war um rund sieben Meter gesunken, und das hatte auch Auswirkungen auf die Schwimmstrecke. Der Start blieb am gewohnten Platz, der Ausstieg führte allerdings nun über einen Sandstrand hinauf zur Wechselzone. Sieben zusätzliche Höhenmeter galt es zu überwinden.

Der ungewöhnlich niedrige Wasserstand sorgte für ein fast skurriles Gefühl – als würde man in einem überdimensionierten Aquarium schwimmen, weil die Uferlinie plötzlich ganz anders wirkte als gewohnt.

Brombachsee Wasserstand 2026

Auch die Radstrecke hatte ein neues Gesicht bekommen. 2025 wurden einfach drei Runden gefahren. 2026 ging es zunächst über einen separaten Zubringer, danach über drei komplette Runden und anschließend über denselben Zubringer zurück in die Wechselzone. Eine weitere, zusätzliche Schleife verlängerte die Strecke um rund fünf Kilometer, die Höhenmeter blieben dagegen nahezu unverändert.

Am Donnerstag fuhr ich die komplette Strecke ab – ein Vorteil, der sich später noch als Gold wert erweisen sollte.
Denn, der Zweitplatzierte meiner Altersklasse aus dem vergangenen Jahr hatte die neue Streckenführung offenbar nicht ganz verinnerlicht: Er bog nach zwei Runden bereits in Richtung Wechselzone ab und kassierte dafür ein DNF. Streckenkenntnis ist eben auch eine Disziplin.

Am Samstag standen Check-in und Athletenbesprechung auf dem Programm. Am Sonntag erfolgte der Start in 30er-Gruppen, offenbar nach erwarteter Schwimm- beziehungsweise Gesamtzeit sortiert. Trotzdem wird jedem Starter die genaue Startzeit genommen, bei mir also 08:38:12 Uhr .

Schwimmen

Mit Neo und leichtem Wind ging es ins Wasser. Der Wind trieb die Spitzengruppe so weit ab, dass sie die letzte Boje prompt auf der falschen Seite passierte. Bei mir lief dagegen alles rund. In meiner Nähe waren immer wieder Brustschwimmer unterwegs – und die wissen bekanntlich meistens ziemlich genau, wo sie hinmüssen.

Nach dem Schwimmen ging es durch den Sand in die Wechselzone. Die Füße noch schnell einigermaßen sauber bekommen, Schuhe an und ab aufs Rad.

Rad

Die selektive Radstrecke führte durch mehrere Dörfer, wo immer wieder Zuschauer für Stimmung und Anfeuerung für zusätzliche Motivation sorgten. Dazu kam ein günstiger Westwind, der sich häufig als Rückenwind bemerkbar machte. Bei angenehmen Temperaturen um die 25 Grad und einem leicht bewölkten Himmel waren die Bedingungen geradezu ideal für schnelle Rundenzeiten.

Lauf

Die Laufstrecke war gegenüber dem Vorjahr unverändert und führte entlang des großen und kleinen Brombachsees. Immer wieder gab es kleine Stimmungsnester, die für zusätzliche Motivation sorgten.

Die beiden Dämme, die auf der Strecke zu überqueren waren, lagen allerdings jeweils komplett in der Sonne. Ansonsten hielten Wolkenfelder und die Waldabschnitte die Temperaturen einigermaßen in Schach.

Die ersten 15 Kilometer liefen richtig gut. Danach ging allmählich die Puste aus, und ich musste mehrere Gehpausen einlegen. Ab diesem Punkt hieß es vor allem: weiterlaufen, Kräfte einteilen und den Zielbogen irgendwie näherkommen lassen.

Ziel & Ergebnis

Ehrung der ältesten Finisher

Unter dem Zielbogen leuchtete schließlich 06:59:56 auf. Unter sieben Stunden! Mein schnellste Zeit seit 2019, also noch vor Corona.

Erst nach einiger Diskussion mit meiner Schwimmtrainerin stellte sich heraus: Die angezeigte Zeit bezog sich auf den Beginn des Wettkampfes und nicht auf meine individuelle Startzeit. Also hieß es noch einmal rechnen. Nach Abzug meiner 8:12 Minuten Startdifferenz blieb eine entsprechende Nettozeit übrig, die mir tatsächlich mit 06:51:48 den 3. Platz in meiner Altersklasse bescherte.

Und damit gab es gleich noch eine zweite Ehrung: erneut die Auszeichnung als ältester Finisher des Brombachsee Triathlons 2026.

P.S. … und dann war da noch Daniel

Völlig überraschend kam mir auf der Laufstrecke auch noch unser Vize Daniel entgegen – zu diesem Zeitpunkt bereits rund zwei Stunden schneller unterwegs als ich.

Sein Rennfazit fiel entsprechend entspannt aus:

„Schwimmen war ein bisschen ruppig mit den ganzen Wellen, Rad hat Spaß gemacht und der Lauf war einfach ein Träumchen. So locker bin ich noch nie hinten drauf gelaufen.“

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Gratulation zu dieser super Leistung, Daniel!