... gerne möchte ich mit Euch stichpunktartig meine Erfahrungen rund um den Ironman Frankfurt dieses Jahr teilen, der im "DNF" endete. Eigentlich wüsste ich einige der massiven Fehlerursachen besser, habe es aber dennoch gemacht. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, selber nicht soviel Lehrgeld zu bezahlen.

Ausgangslage:

  • ankommen in der erlaubten Zeit war das alleinige Ziel. Diese war 14:59 in Frankfurt, sämtliche andere Zeiten waren mir egal. Hierüber, über die sportliche Sinnhaftigkeit, lässt sich natürlich streiten
  • minimalistisches Training, aufgrund meines Berufes mit deutlich über 40h Arbeitszeit pro Woche und zwei kleinen Töchtern, die Priorität haben. Obwohl meine Gesamtbelastung sehr hoch war, war es für diese Veranstaltung extrem wenig Vorbereitung.
  • Training ausschließlich morgens vor der Arbeit. Plan grob von hier inspiriert: https://www.coachcox.co.uk/2012/07/04/revisiting-minimal-ironman-training/ Dass sich der Trainingsplan am absolut minimalistischen Ende abspielt ist klar. Was sicher zu kurz kam, waren lange Läufe und lange Radtouren.
  • kein Schwimmtraining unter Anleitung (siehe Punkt 2), vier Radfahrten über 100km
  • ab 2013 kein Triathlon mehr, ausschließlich Fahrrad-Veranstaltungen.
  • ab Mai 2018 stand mein Entschluss und das Vorhaben: IM Frankfurt 2019
  • Beim Laufen und Schwimmen habe ich mit dem Training bei null angefangen. ITBS im Oktober bis Ende Januar, danach Unfall (Knie angeschlagen) im März 2019, daher einiges gewalkt im Training

Fail 1: kein echtes Vorbereitungsrennen (echte Mitteldistanz im Ironman Tempo (!)) durchgeführt, massiver Fehler

Wettkampfverlauf:

  • Schwimmen deutlich langsamer wie gedacht, aber ohne stark auszupowern, daher OK.
  • Übelkeit ab circa 1h auf dem Rad, gespuckt während der Fahrt bei #15 (km 75)
  • Rennaufgabe, völlig ausgepowert knapp unter km 150

Fail 2: Aufgrund Zeit (15 Minuten langsamer wie gedacht) aber "Panik" und auf dem Rad dann massive Überverpflegung in der ersten Stunde.

Fail 3: Puls für eine Olympische Distanz OK, nicht jedoch für einen Ironman. Unter Puls 150 wäre bei mir vermutlich OK gewesen.


OK wäre Zone 2 und eventuell teilweise Zone 3:

Es hatte mich sehr gefreut, dass Karin und Nils an der Strecke waren, das war ziemlich cool!

Viele Grüße,

Dirk